Gemeinderatssitzung vom 27. Oktober 2026 – kurz zusammengefasst
In der Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat vor allem mit den finanziellen Auswirkungen der neuen Kinderbetreuungsförderung, dem weiteren Vorgehen beim Kindergarten Höhenrain sowie neuen Gebühren für die Gemeindebücherei und der Hundesteuer. Hier alle Tagesordnungspunkte und Beschlüsse im Überblick:
TOP 1 – Genehmigung der Niederschrift: Das Protokoll der Sitzung vom 29. September 2026 wurde einstimmig genehmigt.
TOP 2 – Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse: Es waren keine Beschlüsse bekanntzugeben.
TOP 3 – Aktuelle Informationen aus dem Rathaus: Berichtet wurde unter anderem über Straßensperrungen, die Jungbürgerversammlung, die neue Katzenschutzverordnung, den Haushalt 2027 sowie die bevorstehende Bürgerversammlung und die ISEK-Lenkungsgruppensitzung. Keine Beschlussfassung.
TOP 4 – Kindertageseinrichtungen: Gebührensatzung: Der bisherige staatliche Beitragszuschuss von 100 Euro monatlich entfällt. Die Gemeinde übernimmt diesen Betrag aus finanziellen Gründen nicht (22:2 Stimmen). Die zusätzlich vorgesehene automatische Gebührenerhöhung um drei Prozent wird für das kommende Jahr ausgesetzt (18:6). Die neuen Gebühren für die Mittagsbetreuung und Verpflegung wurden ebenfalls beschlossen. Die gesamte Satzungsänderung wurde mit 20:4 Stimmen verabschiedet.
TOP 5 – Umbau und Erweiterung Kindergarten Höhenrain: Die geprüfte Generalunternehmervergabe würde voraussichtlich Mehrkosten und erhebliche Verzögerungen verursachen. Deshalb wird das rund 7,9 Millionen Euro teure Projekt wie bisher mit Einzelvergaben fortgeführt. Weitere Einsparmöglichkeiten ohne funktionale Einschränkungen sollen geprüft und dem Gemeinderat vorgelegt werden. Beide Beschlüsse einstimmig.
TOP 6 – Änderung der Büchereisatzungen: Wegen der Haushaltslage werden erstmals allgemeine Benutzungsgebühren für die Gemeindebücherei eingeführt.
TOP 6.1 – Büchereisatzung: Die notwendigen Anpassungen wurden einstimmig beschlossen.
TOP 6.2 – Büchereigebühren: Erwachsene zahlen künftig 24 Euro jährlich, Familien 36 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bleiben gebührenfrei. Hinzu kommen Ausweis-, Versäumnis- und Mahngebühren. Anträge auf Sozialermäßigungen (4:20) und eine höhere Versäumnisgebühr (8:16) wurden abgelehnt. Die Gebührensatzung wurde einstimmig beschlossen.
TOP 7 – Neue Hundesteuersatzung: Die Hundesteuer beträgt künftig 80 Euro für den ersten, 240 Euro für den zweiten und 320 Euro für den dritten Hund jährlich. Ein Antrag auf Befreiungsmöglichkeiten für sozial schwächere Hundehalter wurde mit 4:20 Stimmen abgelehnt. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen.
Die ausführlichen Hintergründe, die Diskussionen im Gemeinderat und die Begründungen der Entscheidungen sind nachfolgend bei den einzelnen Tagesordnungspunkten nachzulesen.
Gemeinderatssitzung vom 27. Oktober 2026
1 Genehmigung der Niederschrift vom 29.09.2026
Die Niederschrift der Gemeinderatssitzung vom 29. September 2026 wurde ohne Einwände einstimmig genehmigt.
2 Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung nach Art. 52 Abs. 3 GO
Aus der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung waren keine Beschlüsse bekanntzugeben.
3 Aktuelle Informationen aus dem Rathaus
Straßensperrungen
Bürgermeister Johannes Zistl informierte zunächst über anstehende Straßensperrungen. In Vagen wird die Adalbert-Stifter-Straße in der kommenden Woche für fünf Tage vollständig gesperrt. Die Schießstattstraße in Feldkirchen bleibt weiterhin gesperrt, da zunächst die statische Situation untersucht werden muss. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.
Ortssprechersitzung
Am 1. Oktober fand eine Sitzung der Ortsratssprecher statt. Der Bürgermeister berichtete von einem konstruktiven Austausch. Die Zahl der angesprochenen Probleme werde geringer, da bereits viele Anliegen bearbeitet würden.
Jungbürgerversammlung
Sehr positiv bewertete Zistl auch die Jungbürgerversammlung vom 6. Oktober, an der zahlreiche Jugendliche teilnahmen. Im Mittelpunkt standen die Themen Wohnen, Mobilität und Freizeit. Besonders gut angekommen sei das sogenannte Speed-Dating, bei dem die Jugendlichen jeweils zehn Minuten mit wechselnden Gemeinderatsmitgliedern diskutieren konnten. Die vorgebrachten Wünsche und Anträge werden nun geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.
Katzenschutzverordnung
Ein weiterer Informationsabend beschäftigte sich mit der neuen Katzenschutzverordnung. Die Gemeinde gilt aufgrund größerer Kolonien verwilderter Katzen als sogenannter Hotspot. Nachdem bisherige Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten, erlässt das Landratsamt nun verbindliche Regelungen. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2027 in Kraft. Bereits ab dem 1. Februar müssen betroffene Freigängerkatzen registriert und kastriert sein. Bei der Informationsveranstaltung gab es eine rege Diskussion, insgesamt aber auch viel Verständnis für die Maßnahme. Weitere Informationen stellt das Landratsamt auf seiner Internetseite bereit.







