Montag, 2. Juni 2014

Tetrafunk II



Und nochmal kam's zu heißen Diskussionen beim Thema Tetrafunk. Nach der Ablehnung der Teilnahme am Probebetrieb in der Sitzung vom 25.03.14 stand das Thema wieder auf der Tagesordnung wegen neuer Erkenntnisse.

Probebetrieb
Diesmal wurde nun, weil entsprechend die Experten da waren, genau erklärt, was das mit dem Probebetrieb soll.
Beim Probebetriebs geht’s vor allem um die Netzabnahme. Die durchführende Firma muss die Netzabdeckung und Funktion garantieren und vor der Abnahme kann man eben noch Nachbesserung verlangen. Außerdem soll beim Probebetrieb auch die Stabilität in Hochlastsituationen getestet werden. Dies ist wichtig bei Katastrophensituationen wie etwa extremen Hochwasser. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich auch das Thema Schulung der Einsatzkräfte mit den neuen Geräten, sowohl den Handgeräten wie auch den fest eingebauten Anlagen in den Fahrzeugen.

Mastenstandorte
Es wurden auch einige klare Aussagen gemacht, welche die neue Behandlung des Themas im Gemeinderat rechtfertigen. So wird es wegen des großen Widerstandes keinen Mastenstandort im Gemeindegebiet geben. Ganz bewußt wurden auch keine Aussagen zu den Alternativstandorten außerhalb unserer Gemeindegrenzen gemacht, da zu diesen noch entsprechend Gespräche laufen.
Zum weißen Fleck ohne Funkempfang zwischen Laus und Percha kam ebenfalls eine klare Aussage: Den wird’s nach allen Berechnungen nicht mehr geben.
Kreisfeuerwehrrat Ruhsamer bekräftigte auch noch: Es darf vor allem an so unfallträchtigen Stellen keine weißen Flecken geben. Im Probebetrieb soll sich eben auch zeigen, ob alle neuralgischen Stellen abgedeckt sind.
Dann kam noch die Nachfrage, was ist, wenn nun bei Unterlaus der Empfang doch nicht funktioniert.
Antwort: Dann müsste da noch was unternommen werden. Dann ist es auch Sache des Gemeinderats Lösungsvorschläge zu machen.

Veraltete Technik, Gesundheitsgefährdung
Josef Kammerloher führte lang und breit aus, wie gefährlich und veraltet die Technik sei. Die Bandbreite sei sehr gering, man könne nicht mal Bilder übertragen, da das je Bild eine halbe Stunde dauern würde.
Zwischenruf der Feuerwehrler, das will ja auch keiner.

Danach führte Kammerloher aus, dass es sehr große Gesundheitsgefährdungen bei dieser veralteten Technik gäbe. So würden zwei Frequenzen verwendet, einmal eine hohe wie beim Fernsehen. (Josef Hupfauer hatte dazu schon mehrmals betont, diese sei nach seinen beruflichen Kenntnissen absolut harmlos.) Kammerloher fuhr fort, als weitere Frequenz sei eine Pulsungsfrequenz von etwa 15 Hertz vorhanden, ähnlich der Frequenz der Nervenzellen. Jeder wisse ja, in einer Antenne induziert die Funkstrahlung Strom, der verstärkt wird, dann hört man was im Radio. Und in Nervenzellen fließe eben auch Strom.
Nun sind aber Nervenzellen keine Antennen, „technisch“ funktioniert eine Nervenzelle anders:

Nervenzellen kommunizieren untereinander nicht durch elektromagnetische Impulse, sondern indem die weiter geleiteten elektrischen Änderungen des Zellmembranzustandes an den Kontaktstellen (Synapsen) biochemisch an die Nachbarzelle übertragen werden. Dabei schützen sich die Nervenzellen gegenüber Störungen durch elektrische Vorgänge an den Nachbarzellen durch eine „Reizschwelle“. Diese hat zur Folge, dass kleinere Beeinflussungen ignoriert werden. Zellen können den extrem raschen Änderungen einer Mikrowelle nicht folgen. Eine Halbwelle ist etwa millionenfach schneller vorbei als ein Nervenimpuls. Eine „Interferenz“ ist daher aus biologischen und physikalischen Gründen nicht möglich. „
(Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Norbert Leitgeb,Professor für Krankenhaustechnik an der TU Graz)

Mittwoch, 28. Mai 2014

GR-Sitzung 27.05.2014


Die Gemeinderatssitzung am 27.05.2014 war von ausführlichen Diskussionen zum Thema Tetrafunk und Kinder-/Bürgerhaus Westerham geprägt.



Tetra Funk
Erneut sollte über die Teilnahme am erweiterten Probebetrieb zum Tetra-Funk abgestimmt werden. Zur Sitzung waren Vertreter vom LRA Rosenheim, Kreisbrandrat Ruhsamer, ein Vertreter von Digitnet und der Kommandant der Feuerwehr Feldkirchen eingeladen. So wurden nochmal Hintergründe zum erweiterten Probebetrieb erklärt. Außerdem wurde auch herausgestellt, dass es keinen Mastenstandort im Feldkirchner Gemeindegebiet geben werde.

Bernhard Neumeier stellte den Antrag auf namentliche Abstimmung, der mit 19:1 befürwortet wurde.

Barbara Birner stellte den Antrag, die Zustimmung zum Probebetrieb zu verschieben bis das geplante Strahlungsgutachten fertig sei. Der Antrag wurde in namentlicher Abstimmung mit 4:16 abgelehnt.

Klaus Samstl beantragte: Nur Zustimmung zum Probebetrieb, wenn auch keine Masten im Gemeindegebiet aufgestellt werden, falls der Probebetrieb weiße Flecken ergeben sollte. In namentlicher Abstimmung mit 6:14 abgelehnt.

Die Teilnahme am erweiterten Probebetrieb wurde schließlich in namentlicher Abstimmung mit 14:6 angenommen.

Ebenso wurde mit namentlicher Abstimmung beschlossen, sich am gemeinsamen Handgerätekauf zu beteiligen. Annahme mit 18:2 Stimmen.

Letzte Abstimmung war dann, ein Strahlungsgutachten für das Gemeindegebiet erstellen zu lassen, mit Konkretisierung des Vorhabens im Hauptausschuß. Annahme mit 20:0 Stimmen.


Bebebauungsplan Kinderhaus
Das Landratsamt hat im Zuge des Genehmigungsverfahrens zwar die Genehmigung zugesagt, fordert aber aus rechtlichen Gründen die Aufstellung eines Bebauungsplans. Nach ausführlichen Diskussionen über die Dachform kam es zu folgenden Anträgen:
  • Antrag Kammerloher Josef auf namentliche Abstimmung: mit 17:3 angenommen.
  • Antrag Kammerloher Josef: Im Bebauungsplan explizit ein Flachdach nicht zu erlauben: mit 8:12 abgelehnt.
  • Antrag Dr. Werner Kienle: Der Architekt soll weitere ansprechende Entwürfe mit anderen Dachformen liefern: mit 8:12 abgelehnt.
  • Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans: mit 20:0 angenommen.


Ortsdurchfahrten
Neufestsetzung der straßenrechtlichen Ortsdurchfahrten im Zuge der Kreisstraße RO 2, 3, 6 und 13:
Es handelt sich um eine immer wieder durchgeführte rechtliche Überprüfung vom Landratsamt.
Mit 20:0 angenommen.


Bestellung eines Senioren- und Behindertenreferenten
Der in der konstituierenden Sitzung nicht besetzbare Senioren- und Behindertenbeauftragte wurde auf Vorschlag von Bernhard Neumeier einstimmig mit 20:0 mit Rosi Haager besetzt.


Benennung der Fraktionssprecher
FW:           Dr. Werner Kienle
SPD:         Heinz Oesterle
Probürger: Franz Bergmüller
FWF:        Josef Hupfauer
FWV:       Michael Zistl
CSU:        Bernhard Neumeier
Grüne:      Christof Langer


Kooperationsmodell Mittelschule-Realschule oder Teilauslagerung der Realschule Bruckmühl an die Mittelschule Feldkirchen- Antrag Pro Bürger Fraktion vom 16.05.2014
Franz Bergmüller zog den Antrag zurück mit Bitte ihn auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen, um einen dringlichen Antrag von Heinz Oesterle noch in der Zeit behandeln zu können.


Nutzung der Restdachfläche des KUS durch die Bürgersolar
Kurzfristig am Vortag an die Gemeinde übermittelter Antrag von Heinz Oesterle. Da am 01. August das neue EEG in Kraft treten soll, muss noch vor diesem Termin dieses Projekt durchgezogen werden.

Der Antrag von Christoph Langer, das Projekt durch die Gemeinde durchführen zu lassen wurde mit 9:11 abgelehnt.

Antrag: Die Dachfläche des KUS wird der Bürgersolar zur Verfügung gestellt, wenn rechtlich und feuerschutztechnisch nichts dagegen spricht und der Gemeinde keine Kosten entstehen: mit 13:5 angenommen.

Montag, 19. Mai 2014

Haushaltsdebatte



Hier nun ein zusammenfassender Überblick über die Stellungnahmen der einzelen Gemeinderatsfraktionen zum Haushalt.


CSU
Fraktionssprecher Bernhard Neumeier stellte am Beginn seiner Stellungnahme den verantwortungsvollen Umgang fast aller Fraktionen mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde heraus. Trotz Wahlkampfes hätten sie Anträge einer Fraktion, die über zwei Millionen weiterer Ausgaben in den nächsten Jahren bedeutet hätten, abgelehnt.
Er lobte die gute finanzielle Lage der Gemeinde, führte die laufenden und in Kürze startenden Projekte an und erklärte, dass die CSU-Fraktion dem Haushaltsplan und dem Investitionsprogramm zustimmt.

Probürger
Für die Probürger nützte Gemeinderat Franz Bergmüller die Haushaltsdebatte für - ich möchte sagen - einen fundamentaloppositionellen Rundumschlag. Man könnte bei vielen Punkten einhaken und einen eigenen Beitrag allein über die Probürger  Stellungnahme verfassen. Hier daher nur wahllos ein paar Punkte rausgegriffen:
  • Einerseits prangert Hr. Bergmüller die gestiegenen Personalkosten an, andererseits kommt hinsichtlich der Organisation der Verwaltung die Forderung: Grundsätzlich muss man unseres Erachtens auch prüfen, ob man nicht mehr im Haus machen kann und dafür Aufträge nicht nach außen gibt.
  • 1,5 Millionen Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt drücken wohl kaum wie dargestellt einen "eingeschränkten Spielraum für Investitionen" aus - auch wenn das im Vergleich zum gegenübergestellten absoluten Höchststand der Zuführungen eine Abnahme ist.
  • Dann ein Satz zwischen Trinkwasserversorgung und Mittelschule: Bei den Kindergartenkosten sollte die Staatsregierung die Gemeinden weiter entlasten.  Dem kann man uneingeschränkt zustimmen. Aber was bedeutet das für unseren Haushalt? 
  • Auch weitere Punkte sind ebenfalls nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, wie die Umgehungsstraße Feldkirchen und die geforderte Zusammenarbeit / -legung unserer Mittelschule mit der Realschule Bruckmühl.
  • Herr Bergmüller lobte zwar den niedrigen Schuldenstand, stellte aber heraus, dass das Ziel eine schuldenfreie Gemeinde sein müsse. Hinweis: Die Schulden wären über die Rücklagen sofort tilgbar, aber die Zinsen für die Rücklagen der Gemeinde bringen mehr ein, als die Kreditzinsen für die Darlehen kosten.
  • Dann die wiederholte Forderung, den Kindergarten Westerham sinnvoll zu verwerten, also möglichst schnell zu verkaufen. Leider ist völlig unbekannt, wie lange der Kindergarten Westerham noch als Ausweichquartier benötigt wird.  Wann ist die Fertigstellung des Kinderhauses Westerham? Wann endet der Neubau oder die Sanierung des Katholischen Kindergartens Feldkirchen?
Als Grund für die Ablehnung des Haushalts erklärte Hr. Bergmüller unter anderem, dass der Kämmerer speziell in der Finanzplanung ja nur die Vorgaben der Mehrheitsbeschlüsse einarbeite.
Was soll er sonst tun? Der Gemeinderat ist ein demokratisches Gremium und hat meist mit recht großen Mehrheiten die entsprechenden Entschlüsse gefasst!!?

Freie Wähler
Die freien Wähler stimmen mit Bauchschmerzen dem Haushalts- und Investitionsplan zu, erklärte Sebastian Höss. Zuerst lobte er ausführlich die Investitionen und die anstehenden Projekte der nächsten Jahre. Außerdem stellte er einige Projekte der näheren Vergangenheit heraus, auch das Kinderhaus Westerham und das Rathaus. Dazu lobte er die gute finanzielle Lage der Gemeinde und die gleich bleibenden Gebühren und Steuersätze.
Bauchschmerzen würden den Freien Wählern vor allem die Kostensteigerungen bei Kinderhaus und Rathaus bereiten, allerdings müsse auf die Funktionalität für Bürger und Verwaltung bei so langfristigen Projekten geachtet werden.

SPD
Die SPD stimmte dem Haushalt zu. Heinz Oesterle lobte am Anfang den wie in den letzten Jahren sehr soliden Haushaltsplan und die gute finanzielle Lage. Die SPD habe von Anfang an die Projekte Rathaus und Kinderhaus unterstützt und würde entsprechend die anfallenden Kosten mittragen. Kritisch sähe er die Planung für die Sanierung der Faganahalle mit 1 Million. Wahrscheinlich würde der neue Gemeinderat sich bald mit einer Komplettsanierung oder einem Neubau auseinandersetzen müssen.
Weiter übte Hr. Oesterle Kritik, dass die umfangreichen Investitionen für die Verwaltung wohl nicht stemmbar seien. Außerdem sähe er die wirtschaftliche Zukunft pessimistisch und stehe damit großen Investitionen kritisch gegenüber.
Am Schluss bedankte er sich als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses noch ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

Freie Wähler Feldolling
Josef Hupfauer lobte einige positive Aspekte des Haushalts und stellte den Grundsatz heraus: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“.
Er äußerte einige Bedenken wegen der hohen Investitionsausgaben und bemängelte eine fehlende Schuldenfortschreibung im Plan. Insgesamt sei der Haushalt zustimmungsfähig.
Im Investitionsplan kritisierte er die hohen Kosten bei vielen Projekten, erklärte aber am Ende, dass die Freien Wähler Feldolling auch dem Investitionsplan zustimmen.

Grüne
In seiner letzten Gemeinderatssitzung dürfe er nun seine Jungfernrede halten, begann Adi Tutsch, der in Vertretung für Ursula Borkenhagen die Stellungnahme der Grünen-Fraktion vortrug. Er lobte ebenfalls den guten Haushalt und viele der anstehenden Projekte vor allem auch die Investitionen im Bildungs- und Kulturbereich. Am Ende erklärte er die Zustimmung der Grünen zum Haushalt.

Freie Wähler Vagen
Michael Zistl bedankte sich für die Freien Wähler Vagen bei Kämmerer und Verwaltung und stimmte ebenfalls zu.

Bürgermeister Schweiger
Am Ende stellte Bürgermeister Schweiger noch einmal die vielen erfolgreichen vergangenen und anstehenden Projekte heraus. Dazu betonte er, dass trotz hoher Investitionen ohne Kreditaufnahme weiterhin Baumaßnahmen möglich seien, die zum Wohle der Bürger unternommen würden.
In seinen weiteren Ausführungen wehrte er sich unter anderem gegen die Kritik über steigende Personalkosten. Der Personalstand sei vor allem wegen der Einrichtung der Kinderkrippe gestiegen. Dazu läge Feldkirchen gegenüber vergleichbaren Gemeinden hinsichtlich Personalstand und Personalkosten im unteren Drittel. Im Weiteren stellte er den niedrigen Schuldenstand, die sehr gute finanzielle Lage und die hohe Leistungsfähigkeit der Gemeinde heraus.
Am Ende erklärte Bürgermeister Schweiger: Wenn ein Kämmerer, der immer sehr vorsichtige Prognosen abgäbe, am Ende des Haushalts freiwillig schreibe, dass die Kassenlage der Gemeinde gut sei, dann sei das ein hohes Prädikat nicht zuletzt auch für den Gemeinderat.

Dienstag, 6. Mai 2014

GR-Sitzung 06.05.2014

Schon um 18 Uhr begann die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats, da danach alte und neue Gemeinderäte noch zum Essen beim Schäffler in Vagen eingeladen waren.

Nach der Verabschiedung der ausgeschiedene Gemeinderäte wurden die neuen feierlich vereidigt.

Die wichtigsten ersten Aufgaben des neuen Gemeinderats waren dann die Wahl des 2. und 3. Bürgermeisters, Erlass der Geschäftsordnung und Bildung und Besetzung von Ausschüssen.

Bürgermeisterwahl
Zur Wahl des 2. Bürgermeister gab es nur einen Vorschlag, nämlich Günther Rutz von der CSU.
Bei der geheimen Wahl durfte dennoch jeder Gemeinderat auch einen anderen Namen wählen. Das Ergebnis war:
  • Günther Rutz             20
  • Heinz Oesterle             4
  • Anton Kammerloher    1
Bei der Wahl zum 3. Bürgermeister gab es zwei Vorschläge, nämlich Christof Langer von den Grünen und Martin Oswald von Probürger. Ergebnis:
  • Christof Langer       9
  • Klaus Anderl            2
  • Martin Oswald       14

Ausschüsse
Bei den Ausschüssen wurde als Neuerung eine Erhöhung der Mitgliedszahl von 8 auf 10 beschlossen, da dadurch die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat am besten abgebildet sind.
Bei der Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses verzichtete die CSU-Fraktion auf einen Platz zu Gunsten von Heinz Oesterle, der anschließend auch zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewählt wurde.

Referenten
Bei den Referenten gab es Vorschläge für neue Posten. Für die Einführung eines Wirtschaftsreferent stimmte der Gemeinderat mit 21:4 Stimmen ab. Zwei neue von den Probürgern vorgeschlagene Referenten wurden jeweils mit 12:13 Stimmen abgelehnt, nämlich ein Personalreferent und ein Wasserreferent.

Die Bestimmung des Energiereferenten wurde verschoben, da dies der Vorsitzende des Arbeitskreis Energie sein soll und der AK erst einen Vorsitzenden bestimmen muss.

Die weiteren Referenten:
  • Jugendreferentin: Barbara Birner von den Grünen
  • Familienreferentin: Gisela Ströter auf Vorschlag der CSU
  • Senioren- und Behindertenbeauftragter: konnte nicht besetzt werden.
Für den Feuerwehrreferenten schlugen Probürger Klaus Samstl vor und die CSU Bernhard Neumeier. Franz Bergmüller beantragte daraufhin eine geheime Wahl, wozu der Gemeinderat mit großer Mehrheit zustimmte. Dennoch war dann das Ergebnis:

  • Klaus Samstl                12
  • Bernhard Neumeier      13

Zum Schluss wurde noch Anton Kammerloher mit großer Mehrheit zum Wirtschaftsreferenten gewählt.


Montag, 5. Mai 2014

GR-Sitzung 30.04.2014

Nachdem eine Mehrheit des Gemeinderats in der Sitzung vom 25.03.2014 den Haushalt von der Tagesordnung nehmen ließ, fand am 30.04. recht kurzfristig die Sitzung zum Haushalts- und Investitionsplan statt. So waren dann auch nur 14 Gemeinderäte anwesend und zwei Besucher.

Die Haushaltsdebatte bietet wie in der "großen" Politik allen Fraktionen die Möglichkeit, ihre Meinungen zur aktuellen Lage und zu den Zukunftsplänen kundzutun. Dennoch sind in diesen Sitzungen im Gemeinderat erfahrungsgemäß immer eher wenige Besucher!?

Alle Fraktionen lobten die gute Lage, hatten den einen oder anderen Kritikpunkt und konnten dem Haushalt und dem Investitionsplan dann auch zustimmen.

Franz Bergmüller von den Pro Bürgern stellte auch die eingentliche gute Lage heraus, hatte ebenfalls einige positive Punkte anzuführen, stellte aber massiv aus seiner Sicht negative Aspekte in den Vordergrund und stimmte dann mit seinen beiden Pro Bürger Kollegen als einzige gegen den Haushalt und gegen den Investitionsplan.

Zu den einzelnen Stellungnahmen der Fraktionssprecher in den nächsten Tagen mehr.

Samstag, 3. Mai 2014

GR-Sitzung 29.04.14


In der Gemeinderatssitzung vom Dienstag 29.04.2014 gab's nur wenige Tagesordnungspunkte, aber vor allem der erste hatte es in sich.

Flächennutzungsplan
Es wurden eine Unmenge an Einwänden und Anmerkungen verlesen und abgestimmt, von diversen Ämtern (u.a. Umweltschutz, Denkmalschutz, Bundesluftfahrtbehörde, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Regierung von Oberbayern) Verbänden und Firmen (IHK, Handwerkskammer, Bauernverband, Gewerbeverband, Bundesbahn, Kabel Deutschland, EON...) und verschiedenen Privatleuten.

Einige Details des Flächennutzungsplans sollen angepasst werden, meistens wurden die Einwände nur zur Kenntnis genommen, einige wenige Sachverhalte sollen noch geprüft werden.

Insgesamt wurden die vielen Einzelentscheidungen mit sehr großen Mehrheiten gefällt, häufig gegen die drei Probürger-Stimmen, manchmal mit einigen wenigen weiteren Unterstützern.

Bestätigung neugewählte Kommandanten
Es wurden der neu gewählte Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Feldolling, sowie
der neu gewählte Kommandant und sein Stellvertreter der FFW Vagen vom Gemeinderat einstimmig bestätigt.

Vorstellung des Energiekonzepts
Herr Wennrich von der ecb präsentierte das nun fertiggestellte kommunale Energiekonzept für unsere Gemeinde. Nach seinem interessanten Vortrag nahm der Gemeinderat nach kurzer Diskussion das Konzept mit 21:0 Stimmen an.
Außerdem wurde eine umfangreiche Liste erster Maßnahmen aus dem Konzept als erste Aufgaben für den einzustellenden Energie- und Klimaschutzmanager mit 21:0 Stimmen beschlossen.

Mittwoch, 2. April 2014

GR Rathausbau

Informationen und Kostenfortschreibung Rathausbau

Undurchsichtige Kosten
Immer wieder werden vom Architekturbüro Schleburg dem Gemeinderat schwer nachvollziehbare Kostenaufstellungen präsentiert. D.h. durch dauerndes Verschieben von Kostenanteilen zwischen verschiedenen Positionen ist die Kostenentwicklung jeweils schwer abschätzbar.
Bei der Zahlenpräsentation durch einen Mitarbeiter des Architekturbüros in der letzten GR-Sitzung verlangte zuerst Theo Biller eine transparente Kostenfortschreibung, bevor Bernhard Neumeier ebenfalls nachhakte.

Auftritt Schleburg
Doch dann! Auftritt Architekt Schleburg. Noch zweimal schnell den Kaugummi gekaut, die wallende weiße Mähnen nach hinten geworfen und schon legt er los. In breitem Bayrisch, witzig, spritzig und kurzweilig, immer wieder von hohem Unterhaltungswert. Eingestreute Sprüche wie „Wir sind zwar ein bisschen blöd, so blöd aber auch wieder nicht.“ lockern den Vortrag immer wieder auf.
Quintessenz seiner Ausführungen: Die Kostenentwicklung schaut ganz gut aus, ist aber teilweise schwer abschätzbar und Leistungsverzeichnisse ändern sich nun mal in der Planung.
Bernhard Neumeier bohrte mehrmals mit präzisen Fragen nach, aber mit manchem lockeren Spruch windet sich der Architekt immer wieder raus.
Da ist's ja leichter einen Pudding an die Wand zu nageln.
Allerdings ist Schleburg mitnichten ein inhaltsloser Schwätzer, sondern brachte als renommierter Architekt natürlich auch viele Informationen.

Informationen zum Bau
Zum Bau erklärte er, der Zeitplan sei nun nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Hilfe des milden Winters wieder in Ordnung. Anfangs habe es ja durchaus Verzögerungen gegeben, wobei ihnen der Auftraggeber (sprich der Bürgermeister) wiederholt empfindlich auf die Zehen gestiegen sei.
Der Altbau sei nach nun 6-7 Monaten in gleicher Qualität hergestellt wie der Neubau - von der Bausubstanz, Dämmung und Raumaufteilung her. Gleichzeitig habe man ja die historische Substanz erhalten. Diese erfolgreiche Wiederherstellung sei die eindeutige Bestätigung, dass die damalige Entscheidung, nicht abzureißen, richtig gewesen sei.
Danach ließ er sich ausführlich über den schönen Innenhof aus. Man müsse sich für dessen Gestaltung jetzt überlegen, ob Feste, Konzerte oder ähnliches dort stattfinden sollen.

Klimatisierung im Sommer
Dann kam noch die leidige Sache mit der Klimatisierung der Räume im Sommer. Dies soll ja mit Hilfe von Grundwasser erfolgen. Eine erste Bohrung in einer Ecke des Grundstücks vor einem Jahr ergab eine ausreichende Wassermenge für diesen Zweck. Jetzt, vor Kurzem war plötzlich gar kein Wasser mehr an dieser Stelle.
Zum Glück gibt’s da schlaue Leute, die sehen aus so einem Bohrkern, in welcher Richtung man weiter suchen muss.“ erklärte Architekt Schleburg.
So wurde dann auf der anderen Seite des Grundstücks doch noch Wasser in ausreichender Menge und Qualität gefunden - mit niedrigem Eisen- und Mangangehalt, so dass es nicht zur Verockerung kommt.

Bernhard Neumeier: „Aha. Das war ja dann eigentlich...“.

Architekt Schleburg: „...ganz großes Glück! Ja, da hab'ma wirklich Glück g'habt.

Bernhard Neumeier bemängelte noch: „Und das fällt dann auf, wenn der Bau schon so weit fortgeschritten ist?

Und darauf hatte dann nicht mal mehr Schleburg was zu sagen.