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Donnerstag, 24. März 2016

Haushaltsdebatte

In der Gemeinderatssitzung vom 15.03.2016 stand die Verabschiedung des Haushalts 2016 auf der Tagesordnung. Wie jedes Jahr hatten die Sprecher der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen die Gelegenheit ihre Stellungnahmen zum vorgelegten Haushalt abzugeben.

Für die CSU-Fraktion bedankte sich Bernhard Neumaier zuerst bei der Verwaltung und dem Kämmerer und stellte dann fest, die finanzielle Situation der Gemeinde sei nach wie vor gut und Beiträge und Gebühren hätten wieder stabil gehalten werden können.
Es seien wieder enorme Investitionen gestemmt worden, das neue Rathaus, das Kinderhaus Westerham, das Feldollinger Feuerwehrhaus und Investitionen beim Hochwasserschutz. Dazu stünden weitere Investitionen an, wie die Sanierung der Faganahalle, der dringende Bauhof-Neubau, weiterer Hochwasserschutz, der neue Brunnen im Riedholz mit Sanierung der Hochbehälter, Schaffung bezahlbaren Wohnraumes und sozialer Wohnungsbau sowie Unterbringung von Flüchtlingen.
Die Projekte in der mittelfristigen Finanzplanung seien alle notwendig, aber man müsse immer nach wirtschaftlich sinnvollen und nachhaltigen Lösungen suchen.
Die Kreditaufnahme von 1 Million Euro sei vertretbar, vor Allem weil der Kredit-Zins wahrscheinlich wieder 0 % betragen werde.
Den Rücklagen von 3,1 Mio. sollen zwar 2,1 Mio. entnommen werden, aber mit der noch festzustellenden Zuführung 2015 von wohl 2,5 Mio. stünden nach Abzug des Mindestbestandes für spätere Haushalte wieder 3,2 Mio. zur Verfügung.
Die CSU könne dem Haushalts-, Investitions- und Stellenplan zustimmen.


Martin Oswald erklärte für die Pro Bürger, die Kreditaufnahme sei sinnvoll, aber viele Bauprojekte wären ihrer Meinung nach kostengünstiger möglich gewesen, bzw. hätten verschoben werden können. Kritisch sähe man die Kosten der Sanierung der Faganahalle.
Dann sprach er seinen Dank an Hr. Hunger aus, der sich sehr kompetent um den Hochwasserschutz kümmere. Der neue Riedholzbrunnen sei gut, aber die Leitung zu teuer.
Dank sprach Oswald auch an das Ehepaar Mücke aus für ihr gewaltiges Engagement für die Bücherei. Die neue Personalstelle für die Bücherei sei in Ordnung.
Geld für die Mittagsbetreuung sei eine Stärkung des Schulstandortes, aber die Einbeziehung des KUS müsse geprüft werden.
Kritik übte er daran, dass kein Geld für die dezentrale Flüchtlingsunterbringung und für den von der CSU vorgeschlagenen sozialen Wohnungsbau in den Haushalt eingestellt worden sei.
Dazu bedauerte er, dass es kein Geld für die Planung eines Naturschwimmbades und für die Umgehungsstraße gäbe, aber sehr hohe Beträge für die städtebauliche Förderung des Ortskerns Feldkirchen.
Positiv sei der Bau der Unterführung der Staatsstraße im Bereich Aschbach Richtung Blindham, der Bahnhaltepunkt Feldolling, die Eigentumswohnanlage am Kapellenbach in Westerham, die Zuschüsse zum Neubau des katholischen Kindergartens in Feldkirchen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED Technik.
Den Investitionsplan bis 2019 sähe man kritisch wegen des starken Anstiegs der Pro-Kopf-Verschuldung und wegen des weiteren Schrumpfens der Rücklagen.
Oswald endete, der Haushalt würde von der Fraktion nur teilweise mitgetragen und die mittelfristige Finanzplanung könne man so nicht Gut heißen.


Heinz Oesterle von der SPD begann, es werde wieder viel gemacht. Die Kreditaufnahmen dafür würde man mittragen: "Eine Gemeinde wie die unsere darf bei sinnvollen Investitionen in die Zukunft auch eine Kreditaufnahme nicht scheuen."
Danach zählte er die vielen erledigten und anstehenden Projekte als sinnvoll auf, nur die Sanierung der Faganahalle in dieser Form lehne man ab. Hinsichtlich der Rathaus Kostensteigerung müsse man bei zukünftigen Projekten besser aufpassen.
Oesterle erklärte, den Schuldenstand halte er für tragbar, und gab dann einen historischen Rückblick auf die Schuldensituation der Gemeinde seit 1970.
Die Integration von Flüchtlingen und die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes werde zukünftig wichtig sein, die Mittel dazu seien wenig und nur bedingt im Haushalt eingestellt.
Wegen der großen Ausgaben müsse auch mal die Einnahmenseite geprüft werden, Grundsteuer und Gebühren seien schon sehr lange stabil.
Zu Schluss sprach er seinen Zuspruch zum Verwaltungshaushalt aus und bedankte sich beim Kämmerer für seine Arbeit.

Christof Langer begann für die Grünen-Fraktion mit einem Dank an Kämmerer Hr. Kannenießer und stellte heraus, dass sie die großen Investitionen mittrügen. Kritisch merkte er an, dass die Fotovoltaikanlage auf dem Rathaus zu klein sei, und es kein Wassersparen bei all den Bauprojekten gäbe. "Im neuen Rathaus, im KiWest, in Feldolling, in Vagen, überall wird weiterhin fröhlich ins Trinkwasser gepinkelt." Eine Regenwassernutzung für Toiletten werde regelmäßig abgelehnt.
Als weiteren Kritikpunkt brachte Langer vor, dass für Schulen und Kindergärten nicht selbst gekocht würde. Stattdessen gäbe es die sinnlose Polderklage. Für das Geld könne man 12 Jahre eine 500-Euro-Kraft in einer Küche bezahlen.
Ausgaben für Hochwasserschutz und die Energiemanagerin seien gute Investitionen, aber leider sei kein Geld für ein Naturschwimmbad eingestellt worden. Erfreulich sei der geplante soziale Wohnungsbau, aber die Politik hinsichtlich der Flüchtlingsthematik sei traurig, da man schon so lange zu keinen Lösungen gekommen sei.
Langer beschloss seine Ausführungen, trotz der Kritik trügen die Grünen den Haushaltsansatz und das Investitionsprogramm in seinen großen Zügen mit.

Dr. Kienle stellte für die Freien Wähler an den Anfang seiner Stellungnahme, dass sie den Haushalt mittrügen, trotz kritischer Betrachtung der Haushaltsaufstellung und häufiger Gegenstimmen aus ihren Reihen. Wieder habe es hohe Investitionen für Familien gegeben, nämlich das neue Kinderhaus und die Personalaufstockung in der Kinderbetreuung.
Die Nahversorgung bereite ihm Sorge, da es zukünftig bei einem möglichen Rückzug von Tengelmann wohl zu Leerständen kommen würde. In Westerham komme die Nahversorgung leider nicht in die Ortsmitte, sondern werde außerhalb sein und dazu überdimensioniert mit drei Großmärkten.
Den Bauhof-Neubau und die Sanierung der Faganahalle betrachte man mit finanziellen Bauchschmerzen. Zu begrüßen sei der Brunnenbau im Riedholz.
Das Kinderhaus sei teuer gewesen, aber sinnvoll. Jedoch wäre es günstiger möglich gewesen. Zur Architektur des Kinderhauses erklärte Dr. Kienle, diese sei ortsplanerisch verfehlt, weder kinderfreundlich noch ansprechend gestaltet. Dazu seien die Freiflächen für die Kinder eng und dunkel.
Danach ging er noch ausführlich auf die große Herausforderung mit den Flüchtlingen ein.
Die Haushaltssatzung sei vertretbar, aber beim Investitionsprogramm sei Vorsicht und Zurückhaltung dringend geboten. Der Schuldenstand werde steigen, bleibe aber unter dem Landesdurchschnitt.
Mit dem Hochwasserschutz, ebenso der Unterstützung des Neubaus des Kindergartens Feldkirchen, dem Friedhofausbau, der Bücherei, dem sozialen Wohnungsbau und dem Bahnhaltepunkt Feldolling blieben große Aufgaben zu schultern.
Die wirtschaftliche Entwicklung sei nicht absehbar, was eine Herausforderung für den Kämmerer darstelle.
Zum Schluss bedankte sich Dr. Kienle noch beim Kämmerer für seine gute Arbeit.


Josef Hupfauer von den Freien Wähler Feldolling begann, die Einnahmen seien weiterhin hoch, womit die großen Ausgaben gerechtfertigt seien. Seit 2012 stagniere allerdings die Einwohnerzahl, womit also pro Kopf immer mehr ausgegeben würde. Dies seien Investition in den Komfort der Bürger, und er fragte: "Wann endet der Komfort?"
Die stabilen Gebühren seien gut, aber über Anpassungen müsse man nachdenken. Den Regiebetrieb für Energieversorgung begrüßte er, aber dieser sei immer noch nicht kostendeckend, daher wünsche er sich öfter Berichte darüber im Gemeinderat. Die Investitionen für das Kinderhaus seien gut und notwendig.
Kritisch sah Hupfauer die Personalkostensteigerung, im Landesdurchschnitt nicht auffällig, aber pro Bürger sehr hoch im Vergleich zu ähnlichen Gemeinden. Es gäbe daher keinen Spielraum mehr für neues Personal. Ebenso sähe er die Entnahme aus den Rücklagen kritisch. Übrig bleibe immer nur der Mindestbestand. Dieses Vorgehen sei falsch.
Die steigende Prokopfverschuldung sei noch vertretbar, aber der Darlehensstand solle sich nicht weiter erhöhen. Den Verwaltungshaushalt nannte Hupfauer zustimmungsfähig.
Im Investitionsplan stecke eine Steigerung der Prokopfverschuldung auf über 1000 Euro. Asyl und Bauarbeiten um den Mangfallpolder würden auch noch Millionen kosten. Daher würden sie den Investitionshaushalt ablehnen.

"Wei scho a paar Gemeinderäte d'Äugal zuagmacht ham, hobe ma denkt i red ned so lang." begann Michael Zistl von den Freien Wählern Vagen seine kurze Stellungnahme. Die Mehrheitsbeschlüsse trügen sie mit. Da der Kämmerer ja nix zum Mitreden habe, werde er ihm auch nicht so viel vorschmeissen. Bei diesen vielen Aufgaben und Investitionen eine so akzeptable pro Kopf Verschuldung hinzubekommen, heiße schon was! Dafür bedankte er sich und erklärte, sie trügen den Haushalt mit.


Bürgermeister Schweiger bedankte sich ausführlich bei der gesamten Verwaltung für die monatelange intensive Vorbereitung des Haushaltes.
Natürlich seien Gelder für sozialen Wohnungsbau in den Haushalt eingestellt worden, erklärte er weiter. Für dieses Jahr Planungskosten und dazu weitere Gelder 2017, zusammen über 1,9 Mio. Euro für die beiden Projekte in der Vagener Au und hier am Schwesternheim.
Als Gemeinde mit hohen Einnahmen habe der Gemeinderat berechtigt in die Infrastruktur investiert. Der Breitbandausbau - wo andere Gemeinden erst beginnen - sei bei uns schon durchgeführt. Dazu habe es hohe Aufwendungen für Kinderbetreuung gegeben, dann das soziale Netzwerk, die AWO. Dies sei gut angelegtes Geld, das den Schuldenstand rechtfertige.
Im Schuldenvergleich über 10 Jahre bis 2015 seien die Schulden immer runtergegangen und man habe Rücklagen geschaffen. Von 2009 bis 2015 seien deutlich über 5 Mio., in der Spitze 2013 über 8 Mio., Rücklagen geschaffen worden.
Bei einem Kreditzins von 0,0 % sei eine Kreditaufnahme durchaus vernünftig.
Mit Gebühren von 2,4 Mio. seien auch die Bürgerinnen und Bürger am Haushalt beteiligt.
Die Asyl-Thematik werde eine große Herausforderung sein, aber größter Posten würde in den nächsten Jahren wieder der Hochwasserschutz sein.
Zuletzt bedankte sich Bürgermeister Schweiger noch bei allen Gemeinderäten, die dem Haushalt zustimmen.

Montag, 30. März 2015

Haushaltsdebatte

 Bürgermeister Schweiger leitete die Haushaltsdebatte ein. Er stellte die hohen Investitionen von 13 Millionen heraus und die wichtigen Projekte, welche diese nötig machen: Investitionen in die Kindergärten, den Hochwasserschutz, Nahwärmeversorgung und Straßenbau. Dazu komme die Sanierung der Faganahalle und die notwendige Bauhoferweiterung. Immerhin lagerten dort Werte von 1,2 Millionen Euro.
Das Steueraufkommen mit über 1000 € je Einwohner sei gut, der Schuldenstand mit 23 € pro Kopf niedrig. Auch mit Hinzunahme des Schulverbandes liege er nur bei 124 €. Immerhin belaufe sich der Durchschnitt bei der Prokopfverschuldung der Kommunen in Bayern auf 861 €.
Die geplante Kreditaufnahme sei vertretbar bei Guthabenzinsen von 0,3 – 0,85 % und einem Kreditzins von 0,0 % bei der Landesbodenanstalt.
Die Personalkosten betragen ca. 4 Millionen, hauptsächlich, weil die Kinderbetreuung stark aufgestockt worden sei. Es gäbe 29 Planstellen im Kindergartenbereich und in der Kernverwaltung 30.
Die großen Investitionen müssten ja auch mit entsprechendem personellen Aufwand von der Verwaltung bearbeitet werden.
Der Haushalt sei zukunftsorientiert, ausgewogen und von der Mehrheit des Gemeinderats getragen.
Daher habe er keine Sorgen wegen der Attraktivität der Gemeinde.
Zwei Führungskräfte, die in anderen Gemeinden Bürgermeister wurden, hätten kompensiert werden müssen. Dies noch dazu im Ausweichrathaus auf engstem Raum! Das sei eine große Leistung gewesen, Respekt und Lob an die Verwaltung.

Anschließend gab Kämmerer Kannengießer einen Kurzüberblick über den Haushalt und die Entwicklungen haushaltsrelevanter Zahlen.

Einige wichtige Punkte im Überblick

  • 32.217.300 € Gesamthaushalt.
    • Verwaltungshaushalt: 19.172.000 €
    • Vermögenshaushalt: 13.045.300 €
  • Die größten Kostenfaktoren: Personal, Kreisumlage und Gewerbesteuerumlage.
  • 6,3 Mio Einkommenssteuereinnahmen.
  • Entwicklung der Steuerkraft ansteigend.
  • Hebesätze bei Gewebesteuer seit Jahrzehnten gleich. Grundsteuer seit 2006 gleich. Gewerbesteuer unter Landesdurchschnitt.
  • Gewerbesteueraufkommen 4.5 Mio, nach vorsichtiger Schätzung.
  • Gebührenaufkommen 2,4 Mio
  • Personalkosten 4,433 Mio.
  • Kreisumlage 5,259 Mio.
    • Kreisumlage seit 2011 absolut steigend, obwohl die Prozentpunkte seit 2012 sinken.
    • Kreisumlage für den Landkreis gesamt 2015: 229.588.205 €. Das entspricht einem Anstieg von 8,8 % zum Vorjahr.
    • Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham liegt im Landkreis auf Rang 7.
  • Investitionsprogramm 2015 im Hochbau 8 Mio. und Tiefbau 3,68 Mio.


Stellungnahmen der Fraktionssprecher:
Danach folgten die Stellungnahmen der Fraktionssprecher der Parteien und Wählervereinigungen, die im Gemeinderat vertreten sind.


Bernhard Neumaier von der CSU-Fraktion stellte die gute Situation der Gemeinde heraus. Die Gebühren seien stabil, das neue Rathaus sei fertig. Laufende Projekte seien das Kinderhaus Westerham und der damit verbundene Ausbau der Miesbacherstraße. Als weiteres nannte er den gerade anlaufenden Neubau des Felollinger Feuerwehrhauses und die Sanierung der Faganahalle. Hervorzuheben sei auch die Unterstützung der Renovierung des Boschenhauses, die hohen Aufwendungen für den Hochwasserschutz und den Straßenbau. Die derzeitigen Personalkosten seien angemessen.
Die Kreditaufnahme von 3 Millionen Euro sei vertretbar, außerdem werde diese wohl nicht ausgeschöpft werden.
Die CSU-Fraktion stimme daher dem Haushalt zu.


Franz Bergmüller äußerte für die "Pro Bürger" Lob und Zustimmung für viele Projekte, übte aber Kritik an dem Schuldenaufbau. Die steigenden Personalkosten seien im Kindergartenbereich ok, sonst aber kritisch zu sehen. Gleichzeitig forderte Bergmüller, es müsse mehr im Haus von der Verwaltung durchgeführt und nicht nach Außen vergeben werden.
Nach ausführlicher Darlegung vieler Details kritisierte er vor allem, bei dieser guten Haushaltslage seien Schuldenaufnahmen nicht richtig. Er forderte zukunftsorientierte Investitionen in verschiedenenen Bereichen.
Zum Schluß stellte er heraus, dass trotz Bedenken eine Mehrheit der Pro Bürger Fraktion den Haushalt mittrage, auch weil sich das Klima im Gemeinderat deutlich verbessert habe.
Bedenken gäbe es vor allem wegen hastiger Entscheidungen, Intransparenz und mangelnden Kosteneinsparungen.
Die Fraktion stimme also mehrheitliche für den Haushalt.


Christoph Langer von den Grünen übte massive Kritik an der geplanten Bahnparallele vor allem wegen der Ablehnung dieser durch die betroffenen Grundstückseigner. Dazu rief er zu mehr Bescheidenheit im Gemeinderat auf. So seien die Stühle im neuen Sitzungssaal viel zu teuer mit 700 €. Auch das Seminar mit den Gemeinderäten am Tatzelwurm wäre zu teuer gewesen.
Des weiteren drückte er seine Enttäuschung darüber aus, dass auf dem KuS keine Erweiterung der Solaranlage zustande gekommen sei. Die Klage gegen den Polder Feldolling nannte er eine Geldverschwendung, da ja vorher die juristische Unsinnigkeit herausgestellt worden sei.
Dagegen werde dann aber beim Kindergarten beim Mittagsessen abkassiert. Außerdem seien keine Gelder für eine Küche zum Kochen für die Kinder im Kinderhaus bewilligt worden.
Ansonsten sähe er die weiteren großen Projekte positiv, so dass die Fraktion dem Haushalt zustimme.



Dr. Kienle stellte für die "Freien Wähler" als Erstes heraus, dass sie dem Haushalt zustimmen. Danach kritisierte er, dass das Kinderhaus wegen des beengten Platzes an der falschen Stelle sei. Außerdem wäre der Architekt zu spät gewechselt worden und der derzeitige sei auch nicht gerade der Beste. Ebenfalls für bedenklich halte er das Flachdach und die Fassade mit Holzlatten, aber ansonst sei der Bau natürlich richtig.
Die Investitionen in die Kinderbetreuung seien positiv.
Der Rathausneubau wäre im Zentrum besser gewesen.
Die Ortszentren in Feldkirchen und Westerham müssten gestärkt werden! Dazu sei Verkehrsberuhigung in den Zentren nötig. Die einzige Lösung für Feldkirchen sei die Tunnellösung.
Die weiteren Investitionen seien richtig, die Kreditaufnahme nötig. Da der Schuldenstand so niedrig wäre und bei dem niedrigen Zinssatz sei ein Kredit auch in Ordnung.
Allerdings solle man vorsichtig sein hinsichtlich der Entwicklung der Wirtschaftslage.


Heinz Oesterle von der SPD begann seine umfassenden Ausführungen, es handle sich um sehr große Investitionen, daher müsse der Gemeinderat alles effizient einsetzen und verantwortungsbewusst damit umgehen.
Die Kreditaufnahme gehe in Ordnung.
Bei der Faganahalle werde es wohl noch Steigerungen der nun geplanten 2 Millionen Euro geben, ein Neubau wäre klüger.
Die finanzielle Situation sei gut. Allerdings sei doch eine Anhebung der Gewerbesteuer und des Grundsteuersatzes zu überlegen.
Schade sei, dass das für die Prüfung Fernwärmenetz Feldolling vom Gemeinderat beschlossene Geld nicht abgerufen worden sei. Er plädierte wie jedes Jahr für die Einrichtung eines Gemeindewerks.
Die Personalkosten seien in 4 Jahren um 1 Million gestiegen, vor allem wegen der Kinderbetreuung und steigenden Aufgaben. Allerdings passen die Personalkosten prozentual im Vergleich zu anderen Gemeinden.
Schließlich nannte er einige Beispiele für das Engagement der Gemeinde. So gäbe die Kommune für die Kinderbetreuung 1,8 Millionen im Jahr aus, nach Abzug der Gebühren und staatlichen Zuschüsse! Dazu würden für die Bücherei, die VHS und die Musikschule 300.000 € im Jahr aufgewendet.
Oesterle endete mit der Aussage, die SPD-Fraktion stimme dem Haushalt zu.


Der Sprecher der "Freien Wähler Feldolling" Josef Hupfauer rief am Anfang seiner Stellungnahme zum Sparen auf, auch wenn viel Geld da sei. Er fand es in Ordnung, dass die Steuersätze bleiben, allerdings gab er auch zu bedenken, dass Anpassungen möglich seien.
Im Anschluß äußerte er Zustimmung zu den wichtigsten Investitionen. Allerdings seien die Personalkostensteigerungen pro Jahr zu hoch, da die Einwohnerzahl stagniere. Es dürften also keine neuen Planstellen mehr geschaffen werden.
Die Entnahmen aus den Rücklagen seien seit Jahren hoch, daher seien die Rücklagen nun leider aufgebraucht. Eine Aussage, wie die Schuldenentwicklung in Zukunft sein werde, fehle.
Kritisch äußerte er sich über die Sanierung der Faganahalle. 1 Million Euro hätte gepasst, aber 2 Millionen seien zu hoch.
Auch das Kinderhaus Westerham sei zu teuer und dann sei auch noch ein zusätzlicher Grunderwerb dazu gekommen. Ebenfalls zu teuer sei das Freizeitgelände in Westerham.
Großteils unterstütze er aber den Haushalt, daher stimme die Fraktion zu.



Für die "Freien Wähler Vagen" stellte sich Michael Zistl fest, da er im Seminar des Gemeinderats gelernt habe, sich kurz zu fassen, stimmen die FW Vagen ohne weitere Ausführungen zu.



Fr. Pertozzi schlug vor, die Stellungnahmen auf die Gemeinde-Website ins Bürgerinformationsportal zu stellen. Deshalb äußerte sie die Bitte, ihr die Stellungnahmen zuzusenden.
Bisher sind aber leider keine Stellungnahme im Portal. (Stand 30.03.2015)

Dann wurde noch die Haushaltssatzung verlesen, welche ab 01.01.2015 gültig ist. Sie beinhaltet im Wesentlichen die beiden Beträge für Vermögens- und Verwaltungshaushalt, sowie 3 Mio. Kreditaufnahme und die Beibehaltung der Hebesätze.

Beschlüsse:
Satzung 21:2 angenommen
Finanzplan 21:2 angenommen
Gegenstimmen jeweils Franz Bergmüller und Josef Kammerloher.